Inflation ist mehr als nur ein vages Gefühl, dass Ihre Lebensmittelrechnungen steigen. In der Wirtschaft bezeichnet man damit einen sichtbaren Anstieg des Preisniveaus. Dies wird allgemein als übermäßiger Anstieg des allgemeinen Preisniveaus angesehen. Wenn Sie verstehen möchten, warum mit Ihrem Geld jedes Jahr weniger Dinge gekauft werden, müssen Sie die Mechanismen untersuchen, die das Geld bewegen. Es gibt keine einheitliche Antwort. Zur Erklärung der Inflation werden üblicherweise vier Theorien verwendet. Jeder sieht Probleme aus einer anderen Perspektive.
Geldmenge und Wirtschaftswachstum
Die erste und älteste Erklärung ist die Mengentheorie. Es wurde im 18. Jahrhundert von David Hume vorgeschlagen. Die Hypothese ist einfach. Wenn die Geldmenge steigt, steigen die Preise. Mehr Geld für die gleiche Warenmenge bedeutet einen höheren Preis.
Milton Friedman vollendete seine Quantitätstheorie Mitte des 20. Jahrhunderts. Er glaubte, dass das Rezept zur Stabilisierung der Preise darin bestehe, die Geldmenge im gleichen Maße wie das Wirtschaftswachstum zu erhöhen. Wenn die Wirtschaft um 3 % wächst, sollte auch die Geldmenge um 3 % wachsen. Eine Abweichung hiervon führt zu Instabilität. Dieser Ansatz konzentriert sich ausschließlich auf die Angebotsseite der Gleichung. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Kontrolle der Geldbasis das wichtigste Mittel zur Kontrolle der Inflation ist.
Anforderungen und staatliche Eingriffe
Ein weiterer Ansatz ist die Theorie der Einkommensbestimmung von John Maynard Keynes. Dabei wird davon ausgegangen, dass Inflation auftritt, wenn die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen das Angebot übersteigt. Zu viel Geld und die Jagd nach zu wenig Produkten können die Preise in die Höhe treiben.
Darin wird die Regierung aufgefordert, die Inflation durch Anpassung der Ausgaben und Steuern sowie durch Anhebung oder Senkung der Zinssätze einzudämmen. Dies ist eine aktive Verwaltungsansicht. Wenn die Nachfrage zu hoch wird, kann die Regierung sie abkühlen. Steuern erhöhen. Reduzieren Sie die Kosten. Steigende Zinssätze erhöhen die Kreditkosten. Diese Theorie unterstützt den Einsatz von Fiskal- und Geldpolitik zum Ausgleich von Skalen.
Lohnpreisspirale
Ein dritter Ansatz ist die Cost-Push-Theorie. Es folgt der Inflation zu einem Phänomen, das als Preis-Lohn-Spirale bekannt ist. Daher führen die Forderungen der Arbeitnehmer nach höheren Löhnen dazu, dass Arbeitgeber die Preise erhöhen, um den höheren Kosten Rechnung zu tragen. Arbeitnehmer fordern mehr Mittel zur Deckung ihres Lebensunterhalts. Das Unternehmen zahlt. Das Unternehmen erhöht dann die Preise, um seine Gewinne zu schützen. Die Preiserhöhungen rechtfertigen folgende Lohnforderungen: Sie legen den Grundstein für eine neue Welle von Lohnforderungen. Es entsteht ein sich selbst verstärkender Kreislauf. Der Fokus liegt hier auf den Produktionskosten, nicht auf der Gesamtnachfrage.
Strukturelle Probleme in Entwicklungsländern
Der vierte Ansatz ist die Strukturtheorie. Es verdeutlicht das strukturelle Ungleichgewicht der Wirtschaft. Dies ist besonders wichtig für Entwicklungsländer. In diesem Fall wachsen die Importe schneller als die Exporte. Dies führt dazu, dass der internationale Wert der Währungen der Entwicklungsländer sinkt. Eine geschwächte Währung erhöht den Preis importierter Waren. Dadurch erhöht sich der interne Preis. Die Inflation wird hier durch Außenhandelsbilanzen und Wechselkursaufwertungen verursacht und nicht durch Störungen der Geldmenge oder -nachfrage im Inland.
Wenn Sie wissen, welche Theorie zutrifft, können Sie die Nachrichten anders lesen. Werden die Zentralbanken die Zinsen erhöhen, um die Nachfrage einzudämmen? Es ist Keynes. Werden die Löhne in die Höhe schnellen? Das ist Kostendruck. Kollabiert die Währung? Das ist strukturell. Aufkleber verändern Lösungen.
*Siehe auch Deflation und Preisindex.
















