Die meisten Anleger kennen sich mit 401(k)s und IRAs aus, aber nur wenige verstehen die Vorteile der Roth -Versionen. Sowohl Roth 401(k)s als auch Roth IRAs bieten steuerfreies Wachstum und Abhebungen im Ruhestand, unterscheiden sich jedoch darin, wie Sie darauf zugreifen. Dieser Leitfaden verdeutlicht die wichtigsten Unterschiede und hilft Ihnen bei der Entscheidung, welches für Ihre finanzielle Situation am besten geeignet ist.
Roth-Konten verstehen
Roth-Konten sind eine einzigartige Art der Altersvorsorge. Im Gegensatz zu herkömmlichen Plänen, bei denen Beiträge im Voraus steuerlich absetzbar sind, müssen Sie bei Roth-Konten jetzt Steuern auf das von Ihnen eingezahlte Geld zahlen. Der größte Vorteil? Alle Zuwächse und Abhebungen im Ruhestand sind zu 100 % steuerfrei. Der Haken daran ist, dass der Zugang unterschiedlich ist: Ein Roth 401(k) muss über einen Arbeitgeber angeboten werden, während ein Roth IRA unabhängig eröffnet werden kann.
Hauptunterschiede für 2026
Beitragsgrenzen und Einkommensbeschränkungen ändern sich jedes Jahr geringfügig. Das erwartet Sie im Jahr 2026:
- Beitragsgrenzen: Roth 401(k) erlaubt bis zu 24.500 US-Dollar für Personen unter 50 (und 32.500 US-Dollar für Personen über 50), während die Roth IRA-Grenzwerte bei 7.500 US-Dollar (oder 8.600 US-Dollar, wenn Sie über 50 sind) niedriger sind.
- Einkommensgrenzen: Roth 401(k)-Pläne haben keine Einkommensgrenzen, was bedeutet, dass jeder über seinen Arbeitgeber Beiträge leisten kann. Roth IRAs unterliegen jedoch Einkommensbeschränkungen; Gutverdiener sind möglicherweise nicht berechtigt, direkte Beiträge zu leisten.
- Arbeitgeberübereinstimmung: Nur Roth 401(k)s bieten Arbeitgeberübereinstimmungsbeiträge an.
Steuervorteile: Ähnliches Ziel, unterschiedliche Wege
Sowohl Roth IRAs als auch Roth 401(k)s haben dieselbe Kernsteuerstruktur. Die Beiträge werden mit Dollar nach Steuern geleistet, was bedeutet, dass es keine unmittelbare Steuervergünstigung gibt. Qualifizierte Ausschüttungen im Ruhestand sind völlig steuerfrei. Eine wichtige Aktualisierung der SECURE 2.0-Gesetzgebung ermöglicht es Arbeitgebern, entsprechende Beiträge direkt in den Roth-Teil eines 401(k) einzuzahlen, obwohl diese Beiträge im Jahr des Erhalts als Einkommen steuerpflichtig sind.
Anlageoptionen: Flexibilität vs. Einfachheit
Roth IRAs bieten mehr Kontrolle. Sie können in Aktien, Anleihen, ETFs, Investmentfonds und mehr investieren. Dies ist ideal für selbstverwaltete Anleger, die ihr Portfolio verwalten und möglicherweise die Gebühren senken möchten. Roth 401(k)s beschränken Ihre Auswahl auf die von Ihrem Arbeitgeber ausgewählten Fonds, wodurch diese einfacher zu verwalten, aber weniger flexibel sind.
Auszahlungsregeln: Flexibilität ist der Schlüssel
Die Roth IRA zeichnet sich durch ihre Auszahlungsflexibilität aus. Beiträge können Sie jederzeit steuer- und straffrei abheben. Dies macht es zu einer praktikablen Option für Notfallfonds, obwohl es im Allgemeinen vorzuziehen ist, das Geld langfristig zu investieren.
Für Roth 401(k)s, die vom Arbeitgeber gesponsert werden, gelten strengere Regeln. Bei Abhebungen vor dem Alter von 59 1/2 Jahren fallen im Allgemeinen Steuern und Strafen an, es sei denn, Sie nehmen einen Kredit auf oder erfüllen bestimmte Härtekriterien. Es gilt die Pro-Rata-Regel des IRS, was bedeutet, dass es schwierig sein kann, Beiträge vom Einkommen für Steuerzwecke zu trennen.
Erforderliche Mindestverteilungen (RMDs)
Historisch gesehen erforderten Roth 401(k)s RMDs, Roth IRAs dagegen nicht. Das SECURE 2.0 Act hat dies jedoch geändert: Ab 2024 sind für Roth 401(k)s keine RMDs mehr erforderlich, wodurch sie an Roth IRAs angeglichen werden. Das bedeutet, dass Sie Ihr Geld unbegrenzt auf beiden Konten belassen können, ohne dass es zu erzwungenen Abhebungen kommt.
Was ist besser für junge Berufstätige?
Für junge Berufstätige mit vom Arbeitgeber gesponserten Roth 401(k)s ist es von entscheidender Bedeutung, mindestens die Höhe des Arbeitgeberbeitrags zu leisten. Erwägen Sie danach den Wechsel zu einer Roth IRA für mehr Flexibilität und Kontrolle. Wenn Sie beide Konten maximal nutzen, könnten Sie im Jahr 2026 32.000 US-Dollar einzahlen (ohne Arbeitgeberbeiträge).
So entscheiden Sie: Ein einfaches Flussdiagramm
- Arbeitgeber-Match? Wenn ja, priorisieren Sie Roth 401(k)-Beiträge bis zum Match-Betrag. Wenn nein, fahren Sie mit Schritt 2 fort.
- Hochverzinsliche Schulden? Wenn ja, tragen Sie ausreichend zum Ausgleich bei (sofern verfügbar) und konzentrieren Sie sich dann auf die Schuldentilgung. Wenn nein, fahren Sie mit Schritt 3 fort.
- Investitionskontrolle? Wenn ja, eröffnen Sie eine Roth IRA. Wenn nein, bleiben Sie beim Roth 401(k).
- Maxed Roth IRA? Wenn ja, kehren Sie zum Roth 401(k) zurück. Wenn nein, leisten Sie weiterhin Beiträge zur IRA.
Fazit
Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Die beste Wahl zwischen einem Roth 401(k) und einem Roth IRA hängt von den Angeboten, dem Einkommen, den finanziellen Zielen und der Risikotoleranz Ihres Arbeitgebers ab. Beides sind solide Optionen und viele Anleger profitieren davon, beide gleichzeitig zu nutzen. Bleiben Sie über sich ändernde Vorschriften auf dem Laufenden, da sich die Regeln für Roth-Konten ändern können.
