Eigenheimkredite ermöglichen es Hausbesitzern, Kredite gegen den Wert ihrer Häuser aufzunehmen. In diesem Leitfaden wird erklärt, wie sie funktionieren, was man braucht, um einen zu bekommen, und ob sie die richtige Wahl für Ihre finanziellen Bedürfnisse sind.
So funktionieren Eigenheimkredite
Mit einem Eigenheimdarlehen haben Sie Zugriff auf den Teil des Werts Ihres Eigenheims, der Ihnen vollständig gehört – Ihr Eigenkapital. Die meisten Kreditgeber erlauben die Kreditaufnahme von bis zu 85–90 % des Werts Ihres Hauses, einschließlich aller bestehenden Hypothekensalden. Der Kredit selbst ist durch Ihr Haus besichert, was bedeutet, dass der Kreditgeber bei Zahlungsverzug eine Zwangsvollstreckung vornehmen kann. Dies macht es zu einer zweiten Hypothek, wenn Sie bereits eine haben.
Wichtiger Hinweis: Aufgrund des inhärenten Risikos für Kreditgeber haben einige große Banken (wie Wells Fargo und Bank of America) aufgrund der wirtschaftlichen Instabilität das Angebot dieser Kredite vorübergehend eingestellt.
Kreditlimits und Kreditbedingungen
Der Betrag, den Sie ausleihen können, variiert je nach Kreditgeber. Einige, wie PNC, verlangen einen Mindestbetrag von 10.000 US-Dollar, während die US-Bank den Mindestbetrag auf 25.000 US-Dollar festlegt.
Eigenheimkredite haben in der Regel feste Zinssätze, sodass vorhersehbare monatliche Zahlungen gewährleistet sind. Die Kreditlaufzeiten liegen zwischen 5 und 30 Jahren, wobei bei längeren Laufzeiten die monatlichen Raten sinken, die gezahlten Gesamtzinsen jedoch steigen.
Qualifikationsanforderungen
Kreditgeber bewerten mehrere Faktoren:
- Eigenkapital: In der Regel auf 85–90 % des Beleihungsverhältnisses begrenzt.
- Kreditpunktzahl: Ein Minimum von 620 ist typisch, höhere Punktzahlen können jedoch zu besseren Konditionen führen.
- Kredithistorie: Eine starke, konsistente Bilanz ohne aktuelle Zahlungsverzüge.
- Einkommen und Beschäftigung: Zwei Jahre dokumentiertes stabiles Einkommen (W-2, Gehaltsabrechnungen oder Steuererklärungen, wenn Sie selbstständig sind).
Häufige Verwendungszwecke für Eigenheimkredite
Diese Kredite eignen sich am besten für erhebliche, einmalige Ausgaben, bei denen die Zinsersparnisse die Risiken überwiegen. So verwenden Hausbesitzer sie normalerweise:
- Hausverbesserungen: Finanzierung von Renovierungen oder Reparaturen. Während Verbesserungen den Wert steigern, ist die Amortisierung der Kosten nicht garantiert (z. B. erhalten Sie möglicherweise nur 74 % der Kosten für eine Badezimmerrenovierung zurück).
- Schuldenkonsolidierung: Tilgung hochverzinster Kreditkarten oder anderer Schulden. Niedrigere Zinssätze können Geld sparen, aber nur, wenn sich die Ausgabegewohnheiten ändern.
- Ausbildungskosten: Zur Deckung von Studiengebühren oder anderen Ausbildungskosten. Die Zinssätze sind möglicherweise nicht immer niedriger als bei Studienkrediten, die Kreditlimits sind jedoch höher.
- Arztrechnungen: Zur Deckung katastrophaler Gesundheitsausgaben. Eine Nichtzahlung kann jedoch zur Zwangsvollstreckung führen.
Vor- und Nachteile
Vorteile:
- Niedrigere Zinssätze: Da das Darlehen durch Ihr Haus besichert ist, sind die Zinssätze in der Regel niedriger als bei ungesicherten Optionen.
- Feste Zahlungen: Vorhersehbare monatliche Kosten mit einem festen effektiven Jahreszins.
- Potenzielle steuerliche Abzugsfähigkeit: Zinsen können steuerlich absetzbar sein, wenn mit dem Darlehen Renovierungsarbeiten finanziert werden.
Nachteile:
- Abschlusskosten: Die Gebühren können zwischen 2 und 5 % des Darlehensbetrags liegen, einschließlich Antrags-, Titel- und Bewertungsgebühren.
- Zwangsvollstreckungsrisiko: Ein Zahlungsverzug mit dem Darlehen kann zum Verlust Ihres Hauses führen.
- Löst keine Ausgabenprobleme: Die Verwendung eines Eigenheimdarlehens zur Tilgung von Schulden ohne Änderung der Ausgabegewohnheiten kann zu einem Schuldenzyklus führen.
Eigenheimkredite vs. HELOCs
Eine Home Equity Line of Credit (HELOC) unterscheidet sich von einem Festkredit. HELOCs funktionieren eher wie Kreditkarten und ermöglichen es Ihnen, während eines ersten Auszahlungszeitraums (normalerweise 10 Jahre) nach Bedarf Geld abzuheben. Danach haben Sie 10–20 Jahre Zeit für die Rückzahlung.
Alternativen
- Cash-Out-Refinanzierung: Ersetzen Ihrer bestehenden Hypothek durch ein neues, größeres Darlehen. Dies ist oft günstiger als ein Eigenheimdarlehen, da es sich um eine Ersthypothek handelt.
Letztlich kann ein Eigenheimkredit bei verantwortungsvollem Umgang ein nützliches Instrument sein. Wägen Sie die Vorteile gegen die Risiken ab und prüfen Sie Alternativen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.


























